Bejagungskonzept zur Einhaltung einer waidgerechten Jagdausübung

Bejagungskonzept
zur Einhaltung einer waidgerechten Jagdausübung
bei der Umsetzung des Erlasses vom 4. Januar 2018:
Reduzierung der überhöhten Schwarzwildbestände und Verringerung des
Risikos einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP)

Mit dem Erlass „Reduzierung der überhöhten Schwarzwildbestände und Verringerung des Risikos
einer  Ausbreitung  der  Afrikanischen  Schweinepest  (ASP)“  wurden  die  Unteren  Jagdbehörden
aufgefordert,  die  Schonzeit  für  Schwarzwild  mit  Ausnahme  von  führenden  Bachen,  deren
Frischlinge noch tatsächlich der Führung bedürfen, aufzuheben. Jägerinnen und Jäger im achten
Lebensjahrzehnt kennen dies noch aus eigener Erfahrung. Die Jagdzeitenregelung entspricht den
Jagdzeiten, wie sie in NRW bis in die 1960er Jahre gegolten haben. Das Schwarzwild war und ist
die  einzige  große  Schalenwildart  ohne  einen  behördlichen  Abschussplan,  d.h.  mit  maximaler
Freiheit  bei  der  Jagdausübung.  Dies  bedeutet  eine  besonders  hohe  Verantwortung.  Dass  die
Begrenzung  der  Schwarzwildbestände  trotz  großer  Freiheit  schwierig  war  und  ist,  macht  einen
Blick auf die Ursachen des Bestandsanstiegs erforderlich. Diese geben auch klare Hinweise auf
Lösungsmöglichkeiten.  Dabei  ist  jede  Gruppe  gut  beraten,  ihren  Teil  zur  Lösung  des  Problems
beizutragen! Das wirtschaftliche Risiko durch die ASP ist erheblich. Zum Glück ist die ASP keine
Zoonose, d.h. für den Menschen ungefährlich. Von daher ist die waidgerechte Jagdausübung auch
zur  Reduktion  selbstverständlich.  Es  gilt,  den  Erlass  so  fundiert  umzusetzen,  dass  dadurch  die
Bestände tatsächlich reduziert werden und nicht durch eine unzureichende Bejagung und soziale
Desorganisation das Gegenteil provoziert wird.

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